Kloster Zella
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Ev. Heimstätte Kloster Zella e.V.
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Jahreslosung 2022

JAHRESLOSUNG 2022 - www.verlagambirnbach.de - Motiv von Stefanie Bahlinger, Mössingen

Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen    Johannes 6,37

 

Hoffnung

 

Am Beginn eines neuen Jahres überkommt uns alle so eine Art sentimentale Hoffnung. Wir hoffen, es wird besser werden, als es zu befürchten ist. Wenn etwas Neues beginnt, dann ist das Alte, das was war schnell vergessen. Denn noch ist das neue Jahr nicht korrumpiert oder von Katastrophen und unerfreulichen Entwicklungen Entwicklungen verletzt. Noch trägt das neue Jahr so wundervolle Ansätze in sich, dass es gut werden kann.


Jeder neue Anfang verspricht uns, dass es tatsächlich einen neuen guten Start geben wird, der sich nicht in Kürze als überholt erweisen wird. Wir haben leider zu viele Anfange erlebt, die nicht gehalten haben, was sie uns versprochen haben.


Ganz hoffnungslos ist nicht, für das neue Jahr zu hoffen. Die Jahreslosung für das Jahr 2022 ermutigt uns, der Hoffnung wieder eine neue Chance zu geben: „Jesus Christus spricht: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.“


Wir sind inzwischen besorgt, dass in unserer Gesellschaft der Eindruck geschürt wird, dass viele Menschen systematisch ausgegrenzt werden. Sie fühlen sich im Recht, sich mit allen Mitteln zu wehren. Sie kämpfen gegen alles, was ihre Freiheit angeblich gefährdet. Sie glauben, dass sie von denen da oben ausgegrenzt werden. Wie sollen wir damit umgehen?


Das neue Jahr 2022 lässt uns hoffen, dass wir lernen die Türen füreinander zu öffnen. Es hängt von allen ab, dass wir die Türen offenhalten, um die hässlichen Szenen in unserem Alltag zu befrieden.


Ganz ohne Hoffnung ist es nicht, was Jesus für das neue Jahr verspricht: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen“ Es könnte doch sein, dass Menschen, die sich bisher nur daran ereifern, abgewiesen zu werden, sie plötzlich daran erfreuen, gehört und angenommen zu werden.


Das neue Jahr lässt uns hoffen, dass wir uns daran erinnern, wie gut es uns tut, gehört zu werden. Es ändert alles zum Guten, wenn wir uns angenommen werden und uns in unseren Anliegen ernst genommen fühlen. Dieses zarte Pflänzlein an Hoffnung, ist wohl der Schlüssel, um die streitbaren Richtungen in unserer Gesellschaft wieder zusammenzuführen: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.“ Johannes 6,37

 

Pfarrer i.R. Johannes Bröckel – Stuttgart 2022

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© Ev.Heimstätte Kloster Zella e.V. [2022-10-01]